Toy Story

Boonie

1 2 Aufrufe vor 3 Stunden

Ausmalbild von Bonnie, die Lilypad festhält und völlig in den Bildschirm vertieft ist

Keines der Spielzeuge schafft es gerade, Bonnies Blick von Lilypad zu lösen. Sie hält das froschförmige Tablet dicht vor sich und schaut so konzentriert auf den Bildschirm, dass die Welt um sie herum kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Genau dieser Moment ist auf dem Ausmalbild zu sehen und fasst den wichtigsten Konflikt von Toy Story 5 zusammen: Bonnies alte Freunde treffen auf eine Technik, die ihre Aufmerksamkeit auf völlig neue Weise beansprucht.

Nach dem Ausdrucken lässt sich die Szene besonders gut über Bonnies Gesicht und ihre Hände erschließen. Ihre großen Augen sind direkt auf das Display gerichtet, während sie Lilypad mit beiden Händen festhält. Die Haltung wirkt nicht zufällig oder flüchtig. Bonnie ist vollkommen vertieft. Damit unterscheidet sich das Motiv deutlich von früheren Bildern, auf denen sie beim Basteln, Spielen oder zusammen mit ihren Figuren zu sehen war.

In Toy Story 5 ist Bonnie acht Jahre alt. Sie wird weiterhin als liebes und schüchternes Mädchen beschrieben, das seine Spielzeuge nicht einfach vergessen hat. Trotzdem merkt sie, dass sich ihr Umfeld verändert. Andere Kinder verbringen ihre freie Zeit lieber vor Bildschirmen und zeigen weniger Interesse an klassischen Spielsachen. Bonnie beginnt deshalb zu zweifeln, ob sie vielleicht ebenfalls zu alt für ihre bisherigen Spiele geworden ist.

Dabei möchte sie vor allem Anschluss finden. Der Kontakt zu anderen Kindern fällt ihr nicht immer leicht, und genau an diesem Punkt bietet Lilypad eine scheinbar passende Lösung. Das intelligente Tablet ermutigt Bonnie, über „The Pond“ mit den Kindern aus ihrer Tanzgruppe zu chatten. Für ein zurückhaltendes Mädchen ist diese digitale Möglichkeit bequem: Sie kann Nachrichten lesen, antworten und dabei selbst entscheiden, wann sie sich beteiligt.

Lilypad ist deshalb nicht nur ein neues Gerät in Bonnies Zimmer. Das Tablet besitzt eine eigene Stimme, reagiert auf sie und verfolgt klare Vorstellungen davon, was für das Mädchen gut sein soll. Die Form erinnert an einen grünen Frosch, doch hinter dem freundlichen Aussehen steckt eine Technik, die den traditionellen Spielzeugen stets mehrere Schritte voraus ist. Lilypad kann unterhalten, kommunizieren und sofort auf Bonnies Wünsche reagieren.

Buzz Lightyear, Jessie und die übrigen Figuren stehen damit vor einem Problem, das sie aus den früheren Filmen nicht kennen. Ein neues Spielzeug hätte einen Platz in der Gruppe finden können. Lilypad beansprucht jedoch die Zeit, in der Bonnie normalerweise selbst Geschichten erfinden und ihre Figuren in die Hand nehmen würde. Für die Spielzeuge geht es daher nicht bloß um Eifersucht. Sie fragen sich, ob sie in Bonnies Alltag noch gebraucht werden.

Diese Sorge erhält zusätzliches Gewicht durch Bonnies Vergangenheit. Am Ende von Toy Story 3 übergibt Andy ihr viele Spielzeuge, die ihn durch seine Kindheit begleitet haben. Er vertraut darauf, dass sie gut mit Woody, Buzz, Jessie, Rex, Slinky und den anderen umgehen wird. Bonnie gibt der Gruppe ein neues Zuhause und entwickelt beim Spielen ihren eigenen Stil.

Ihre Fantasie funktioniert anders als Andys frühere Abenteuer. Bonnie wechselt Rollen, verbindet Figuren aus verschiedenen Welten und lässt ihre Geschichten spontan eine neue Richtung nehmen. Pixar nutzte für die Darstellung ihrer Vorstellungskraft in Toy Story 5 eine bewusst kindlich wirkende Bildsprache. Bastelmaterialien, Kreidezeichnungen und unregelmäßige Formen passen zu einer Figur, die aus einfachen Dingen eigene Welten entstehen lässt.

Das bekannteste Beispiel dafür ist Forky aus Toy Story 4. Bonnie fertigt ihn bei einer Bastelarbeit an. Er besteht aus einfachen Materialien und hält sich zunächst selbst für Abfall statt für ein Spielzeug. Für Bonnie spielt seine ungewöhnliche Herkunft keine Rolle. Sie gibt ihm einen Namen, hängt an ihm und macht ihn dadurch zu einem wichtigen Teil ihres Alltags.

Der Gegensatz zu Lilypad ist auffällig. Forky entsteht durch Bonnies eigene Hände und Fantasie. Lilypad bringt dagegen fertige Spiele, Antworten und Kontakte direkt auf den Bildschirm. Die Szene auf der Malvorlage zeigt nicht, dass Bonnie ihre Kreativität verloren hat. Sie zeigt vielmehr, wie stark eine neue Technik ihre Aufmerksamkeit fesseln kann, selbst wenn sie weiterhin Gefühle für ihre Spielzeuge hat.

Beim Ausmalen sollte Bonnies Blick der Mittelpunkt bleiben. Ihre Augen sind braun und können mit zwei ähnlichen Farbtönen gestaltet werden. Ein dunkler Rand und ein etwas hellerer Bereich in der Mitte geben ihnen Tiefe. Kleine weiße Stellen lassen das Licht im Auge sichtbar bleiben. Da die Blickrichtung für die Szene wichtig ist, lohnt es sich, in diesem Bereich langsam und mit einem gut gespitzten Buntstift zu arbeiten.

Bonnie hat kurze, dunkelbraune Haare mit seitlichem Pony und locker fallenden Strähnen. Statt die gesamte Fläche gleichmäßig auszumalen, können einzelne Linien dem Verlauf der Haare folgen. Ein mittleres Braun eignet sich als Grundton, während dunklere Striche unter dem Pony und an den Spitzen für mehr Struktur sorgen. Die leicht unordentliche Form gehört zu ihrem vertrauten Erscheinungsbild.

Lilypad lässt sich gut mit mehreren Grüntönen ausmalen. Ein helleres Grün kann die Vorderseite betonen, ein dunklerer Ton die Ränder und froschartigen Einzelheiten. Das Display sollte etwas heller bleiben, damit Symbole und Linien darauf sichtbar sind. Buntstifte erlauben eine feine Farbschicht, Wachsmalstifte eignen sich eher für größere Flächen, und Filzstifte sorgen für kräftige Farben. Bei dünnem Papier schützt ein zusätzliches Blatt die Unterlage.

Auch die Farbwahl kann den Inhalt der Szene unterstützen. Kräftiges Grün und ein leuchtendes Display lenken den Blick sofort auf Lilypad. Wärmere Farben in Bonnies Kleidung sorgen dafür, dass das Mädchen trotzdem klar vom Gerät getrennt bleibt. Eine zweite ausgedruckte Version kann mit ruhigeren Farben gestaltet werden, um zu vergleichen, wie stark die Farbgebung die Aufmerksamkeit innerhalb eines Bildes beeinflusst.

Das Motiv bietet Eltern und Lehrkräften zudem eine einfache Möglichkeit, mit Kindern über Körpersprache zu sprechen. Bonnie sagt auf dem Bild kein Wort. Trotzdem zeigen ihre Augen, die Kopfhaltung und der feste Griff, dass sie vom Bildschirm gefesselt ist. Auch das Thema Medien lässt sich ansprechen, ohne Lilypad nur als etwas Schlechtes darzustellen. Das Tablet hilft Bonnie beim Kontakt zu anderen Kindern, nimmt aber zugleich immer mehr Raum ein.

Damit zeigt dieses Ausmalbild einen entscheidenden Teil von Toy Story 5. Bonnie ist noch immer das Mädchen, das Andys Spielzeuge aufgenommen und Forky selbst gebastelt hat. Nun ist sie älter, möchte Freunde finden und entdeckt digitale Möglichkeiten, die ihr sofortige Unterhaltung und Verbindung versprechen. Während sie Lilypad fest in den Händen hält, müssen Buzz, Jessie und ihre Freunde herausfinden, welchen Platz sie in diesem veränderten Kinderzimmer noch haben.